Einzelbegleitung

Wir begleiten überwiegend zum Jobcenter und zur Ausländerbehörde.

 

Gelegentlich gehen Kolleg*innen auch zu Rechtsanwälten, Ärzten und anderen Stellen. Diese Unterstützung erfolgt tagsüber, unregelmäßig und der Zeitaufwand ist sehr individuell.

 

Im Allgemeinen helfen wir lediglich dadurch, dass wir als Vertrauensperson anwesend sind oder können manches durch ein schnelles Telefonat klären. Wichtig ist es, nach dem Termin noch einmal der Person in Ruhe zu vermitteln, was besprochen wurde.

 

In Ausnahmefällen arrangieren wir einen Dolmetscher und können gegebenenfalls unter unseren Ehrenamtlichen entsprechende Unterstützer um Hilfe bitten. Die meisten Geflüchteten sprechen ein ausreichend gutes Deutsch, so dass es keines Übersetzers bedarf. „Das war schon überraschend, was ich da über deutsche Ämter gelernt habe“, sagte ein Kollege, als er von einer Ämterbegleitung zurückkam. Ja. Immer wieder stellen wir fest, dass die Menschen, die wir begleiten, bei Ämtern nicht durchdringen, abgewiesen werden, ergebnislos oder mit seltsamen Resultaten nach Hause zurückkehren.

 

Einfach ein deutsches Gesicht neben dem Antragsteller und vieles geht, was vorher nicht klappte.

In einem Fall stand ein Bewohner einmal über zwei Monate ohne Geld da. An manchen Tagen hat der Betreffende Essen aus dem Müll sortiert. Gibt es nicht? Doch. Der Mann wandte sich schließlich an uns. Als der Kollege mit ihm zusammen vorgesprochen hatte, gab der Auszahlungsautomat am selben Tag in dem Jobcenter über 700,-- Euro aus. Das (Überlebens-)Geld von mehr als zwei Monaten... Diese krasse Ausnahme dokumentiert gut, wie wichtig unsere Unterstützung sein kann in der Einzelfallhilfe. 

 

Wenn auch Sie sich vorstellen können uns in Einzelfällen zu unterstützen, wenden Sie sich bitte über das unten stehende Kontaktformular an den Leiter der Arbeitsgruppe Herrn Hilmar Bieling

Kontakt zur Arbeitsgruppe

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